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Die Zucht des Hypancistrus Zebra

Grundbedingungen und Beckenausstattung

Sauerstoffreiches, 29 - 30°C warmes und sauberes Wasser mit starker Strömung, eine sehr gute Filterung um jegliche Belastungen schnell abzubauen und zweimal in der Woche 25% Wasserwechsel mit kühlem Wasser.

Das Frischwasser sollte nicht über 20°C sein, da sonst der erwünschte Effekt nicht da ist. Bei einem 25%igem Wasserwechsel mit 20°C "kaltem" Wasser und 30°C Beckentemperatur hat man dann ca. 27°C. Viele haben bei der Zucht keine Erfolge, weil sie zu warm Wasserwechseln und die Beckentemperatur sich nicht wesentlich verändert. Da das aber ein entscheidender Faktor bei den Zebrawelsen ist, bleibt Nachwuchs dann oft nur ein Wunschtraum.

Anscheinend ist der PH Wert für die Zucht kein entscheidender Faktor, PH 6,5- PH 7 sind empfehlenswert. Leser meiner Seite haben mir sogar von der Zucht bei PH 7,5 berichtet.

Eine 2 - 3 monatige "Temperaturpause" im Jahr auf 27 - 28°C sollte eingehalten werden, da sonst die Produktivität sinken kann oder sogar komplett aussetzt. Die Monate November bis Jannuar bieten sich hierzu bestens an, da dann im Herkunftsland Brasilien die Regenzeit ist und kühlere Temperaturen herrschen. Ausserdem muss man dann auch nicht die Becken im Winter so stark heizen und es spart Stromkosten.

KH und GH sollten um oder unter 3 dH liegen. Ideale Werte sind anscheinend KH 2 und GH 3

Besonders wichtige Werte sind Nitrat (so wenig wie möglich), Nitrit (natürlich null), alle anderen Belastungen wie Ammonium, Ammoniak, Phosphat usw sollten so gering wie möglich sein, daher ist eine gute grossdimmensionierte Filterung nur zu empfehlen.

Viele Höhlen und Verstecke sind für das Wohlbefinden und die Zucht der Hypancistrus Zebra Grundbedingung. Am besten eignen sich Welshöhlen mit einem Innendurchmesser von ca 2,5cm und ca 12cm Länge. Eine Seite der Höhlen sollte man mit einer abnehmbaren Abdeckung verschliessen um bei Bedarf die Jungen oder die Eier leichter vom Vater trennen zu können. Tonröhren mit einer verschlossenen Seite sind auch sehr gut, leider in der Zucht aber nicht sinnvoll, da sich das Männchen in der Höhle verspreizt und man es nicht einmal mit kräftigem Schütteln aus der Höhle bringt.

Die Ernährung sollte sehr Abwechslungsreich sein. Diskusgranulate, hochwertige tierische Futtertabletten, rote Mückenlarven, schwarze Mückenlarven, Artemia und alle tierischen Futtermittel die angenommen werden. Ab und Zu ist auch eine pflanzliche Tablette sinnvoll, schadet nicht und sichert die Vielfalt der Ernährung.

 

Paarungritual

Die geschlechtsreifen Männchen haben meisst eine Höhle nahe der Strömung besetzt. Das Weibchen wird bei Paarungsbereitschaft in die Höhle gelassen und das Männchen "verschliesst" den Höhleneingang mit seinem Körper. Nachdem das Weibchen die Eier abgelaicht hat, dieser Vorgang kann zwischen ein paar Stunden aber auch ein paar Tagen dauern, verlässt das Weibchen die Höhle und das Männchen bewacht die zusammenhaftenden Eier, die in der Laichhöhle ganz hinten meisstens mit einer Taschenlampe zu sehen sind.

(ca. 4 Tage alte Eier)

Es kann vorkommen, dass durch das Fächeln des Männchens mit der Schwanzflosse sich Eier lösen und aus der Höhle fallen. Man kann versuchen, diese Eier wieder in die Höhle zu geben, diese werden oft auch wieder angenommen und weiter bebrütet.

 

Aufzucht der L46 Zebraharnischwels Nachzuchten

Die Aufzucht der Hypancistrus Zebra Jungtiere ist relativ einfach. Da Sie nach dem Freischwimmen schon relativ gross sind, gibt es bezüglich Futter keine Schwierigkeiten. Fotos junger L46 seht ihr im Fototagebuch.

Am Anfang empfehlen sich entkapselte Artemiaeier, Feinstgranulate usw.

Einige Wochen später empfiehlt sich dann Alles, was klein ist und angenommen wird.

Granulate, Futtertabletten, Getrocknete Artemia, Bachflohkrebse usw

Achtung!!! Unter 4cm sollten keine roten Mückenlarven gefüttert werden, da die Jungfische an Verstopfung versterben können oder wie wild im Becken herumflitzen, weil sie die zu langen Larven nicht runterschlucken können und daran dann ersticken. Falls das passiert, sollte man schnellstens dem kleinen L46 mit einer Pinzette versuchen die Mückenlarve herauszuziehen.

Natürlich sollte man auch hier ein Höchstmass an Pflege und Sauberkeit walten lassen und die Aufzuchtbecken täglich reinigen bzw. die Futterreste absaugen.

Hier sei noch erwähnt, dass bei schlechter Wasserqualität im Aufzuchtbecken, die jungen L46 Zebraharnischwelse zu einer Deformation neigen können. Eine Abflachung der Schnauze, dem sogenannten "Mopskopf" oder "Pitbullkopf".

 

 

 

 

Kontakt | © ab 2004 Ruhs Ralf www.L46.at